Sebastian Fiedler

Bild: Bund deutscher Kriminalbeamter

Geboren am 19. Juni 1973 in Herdecke, verheiratet

Beruf:

Gewerkschaftsvorsitzender und Kriminalbeamter

Beruflicher Werdegang:

  • 1993                 Abitur am Städtischen Gymnasium Wetter (Ruhr)
  • 1993 – 1996 Ausbildung zum Polizeimeister in Schloß Holte-Stukenbrock
  • 1996 – 1997 Polizeipräsidium Bonn, Personen- und Objektschutz
  • 1997 – 1999 Polizeipräsidium Bochum, Bereitschaftspolizeihundertschaft
  • 1999 – 2001 Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (FHöV NRW; heute Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, HSPV NRW) zum Diplom-Verwaltungswirt (FH)
  • 2001 – 2005 Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, Abteilung Organisierte Kriminalität, Dezernat Wirtschaftskriminalität
  • 2005 – 2006 Innenministerium Nordrhein-Westfalen, Referat für Allgemeine Kriminalitätsangelegenheiten und Polizeilichen Staatsschutz
  • 2006 – 2009 Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, Abteilung Organisierte Kriminalität, Dezernat Wirtschaftskriminalität
  • 2009 – heute Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW), Leiter der Fortbildung Wirtschaftskriminalität, inzwischen Mitarbeiter (50 %) Führungsstelle der Abteilungsleitung
  • 2012 – 2016 Ordentliches Mitglied des örtlichen Personalrates des LAFP NRW
  • 2016 – heute Ordentliches Mitglied des Polizei-Hauptpersonalrats beim Innenministerium NRW
  • 2009 – 2013 Sachgebietsleiter „Wirtschaftskriminalität, Aus- und Fortbildung“ im geschäftsführenden Landesvorstand des Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Nordrhein- Westfalen e. V. (BDK NRW)
  • 2010 – 2014 Gründungsmitglied und Vorsitzender des Bezirksverbandes LAFP NRW im BDK NRW
  • 2014 – heute Landesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V. (BDK NRW)
  • 2013 – 2018 stellvertretender Bundesvorsitzender Bund Deutscher  riminalbeamter e. V. (BDK)
  • 2018 – heute Bundesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter e. (BDK)

Politischer Werdegang:

  • 2012                 Parteieintritt
  • 2013 – 2019 Mitglied des Ortsvereinsvorstandes Dülmen
  • 2014 – 2015 Mitglied des Rates der Stadt Dülmen (Mandatsaufgabe wegen Gründung der Kripo Akademie, s. )
  • letzte Legislaturperiode Mitglied des AK Innere Sicherheit der NRWSPD (seit 2017 nicht mehr einberufen, seitdem Zusammenarbeit unmittelbar mit AK Innen der SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen)
  • seit 2019 Mitglied Forum Innenpolitik des SPD Parteivorstandes

Weitere Mitgliedschaften/Ehrenämter:

  • Mitglied Weißer Ring e.
  • RISKID e. V. (Risikokinderinformationssystem Deutschland)
  • ordentliches Mitglied bei Bürgerbewegung Finanzwende e.
  • ordentliches Mitglied und Vorstandsmitglied (ehrenamtlich) bei Transparency International Deutschland e.
  • Mitgründer (2015) und Geschäftsführer (ehrenamtlich) der Kripo Akademie gemeinnützige GmbH
  • Mitglied Bund Deutscher Kriminalbeamter e.

 

Meine Motivation für die Kandidatur zur Bundestagswahl:

Ich bin bis zu meinem Abitur in Wetter an der Ruhr aufgewachsen. Meine Mutter war Hausfrau, mein Vater Maschinenbautechniker bei der DEMAG.

Im Laufe meiner Berufslaufbahn prägten mich die Jahre im Landeskriminalamt NRW besonders. Bei der Mitarbeit in Wirtschaftsstrafverfahren erhielt ich Einblicke in (finanz-)wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge, die mich nachhaltig politisierten. Diese Einsichten betrafen zum Beispiel Millionenbetrügereien zum Nachteil einer Versicherungsgesellschaft, strukturelle Korruption bei einem Lkw- Hersteller, illegale Parteienfinanzierung, Betrug mit organisiertem Ankauf konkursreifer Gesellschaften, die sogenannte Baumafia, Untreue im dreistelligen Millionenbereich bei einem Geldentsorger, den Zusammenbruch der Babcock Borsig AG sowie den Wertpapierhandel und die Geschäftsmodelle der Westdeutschen Landesbank.

Seit meinem gewerkschaftlichen Engagement im Jahr 2009 begleite ich die parlamentarische Arbeit des Landtags NRW, des Deutschen Bundestag und zuweilen auch des Europäischen Parlaments sowie der Landes- und Bundesregierungen.

Dabei waren zunächst genau die vorgenannten Themenbereiche Wirtschaftskriminalität und Korruption, aber auch Geldwäsche, diejenigen, die mich für ein zunehmendes kriminalpolitisches Engagement motiviert haben. Eine große Empörung über Missstände bei der Bekämpfung und Verhinderung dieser zentralen Kriminalitätsfelder lässt mich bis heute nicht los.

Seit vielen Jahren bin ich auch bemüht, mich innerhalb der SPD dafür zu engagieren, innerhalb der Parteienlandschaft einen kriminalpolitischen Politikansatz zu verankern, der sich im Kern durch seine gesamtgesellschaftliche Ausrichtung auszeichnet. Dieses Konzept liegt ohnehin in der DNS der SPD, sollte aber für die Wählerinnen und Wähler sowie für die Genossinnen und Genossen selbst klarer als Markenkern erkennbar werden.

Ich würde gern den innenpolitischen Konzepten innerhalb meiner Partei zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Meine Kandidatur ist für mich insoweit ein konsequenter Schritt. Hinter meinen abstrakten Beschreibungen stecken sehr konkrete Zielsetzungen und Strategien. Sie betreffen Konzepte zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und des Terrorismus genauso wie solche zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. Sie beinhalten Vorschläge zur Optimierung der Sicherheitsarchitektur genauso wie eine Reform der Drogenpolitik und eine konsequente Verfolgung der Umweltkriminalität. Ich würde mich darauf freuen, diese programmatischen Ideen alsbald diskutieren zu können. Selbstverständlich treiben mich auch sozialdemokratische Überzeugungen in anderen Politikfeldern an. In Zusammenhang mit der Pandemie-Krisenpolitik setze ich mich z. B. für die Neueinrichtung einer Schutzkommission, also eines interdisziplinäres Expertengremiums zur Beratung der Bundesregierung, ein, das Innenminister de Maizière aufgelöst hat. Dazu gehören aber natürlich genauso eine gerechte Steuer- und Sozialpolitik, eine konsequente Umwelt- und Naturschutzpolitik, ein teilweise kritischer Blick auf die Auswirkungen der Digitalisierung (vierte industrielle Revolution), eine progressive Migrations- und Asylpolitik oder eine proeuropäische Weiterentwicklung der Europäischen Union.

Meine Kernkompetenz liegt in der Innenpolitik. Den immer wieder parteiintern zu hörenden Spruch, mit der Inneren Sicherheit könne die SPD keine Wahlen gewinnen, sehr wohl aber welche verlieren, halte ich für falsch.

Die SPD ist das wahre „Bollwerk gegen Rechts“. Sie hat die Schwächsten der Gesellschaft schützend im Blick und nimmt es auch mit „großen“ Gegnern unseres friedlichen, solidarischen und freiheitlichen Gemeinwesens (Cum Ex-Täter, Schattenfinanzplätze, Rechtsextremistischen Organisationen und Agitatoren, Organisierte Kriminalität, „Kinderporno“-Ringe …) auf. Sie verkörpert die Zielsetzung, dass Sicherheit nicht vom persönlichen Geldbeutel abhängen darf. Die SPD hat daher allen Grund dazu, innenpolitisch mehr Farbe zu bekennen als bisher.

Kontaktdaten:

Sebastian Fiedler

+49 173 5437253

Sebastian.Fiedler@nullbdk.de