Frank Esser: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG brauchen vor allem Ruhe, Sicherheit und eine verlässliche Perspektive.“

SPD-Chef Frank Esser bei der SPD-Betriebsgruppe der Mülheimer Verkehrsbetriebe.
Die Lage im Betrieb spiegelt sich in den ernsten Gesichtern.

Folgende Eckpunkte seien, so Esser, für die SPD im Umbauprozess des Unternehmens von zentraler Bedeutung:

1.Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Dass die Zahl der Beschäftigten deutlich gesenkt werden muss, ist gleichwohl richtig.

2.Der Zuschussbedarf aus städtischen Mitteln muss drastisch gesenkt werden. Nur so ist der Betrieb auch in Zukunft konkurrenz- und existenzfähig. Wer den Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz erhalten will und den Bürgerinnen und Bürgern eine gute Nahverkehrsversorgung, der muss dafür sorgen, dass die MVG aus dem Tal der tiefroten Zahlen rausfährt.

3.Mülheim an der Ruhr wird auch in Zukunft Standort von Bahnen und Bussen sein.

Im Verfahren gehe es nicht zentral um die Zukunft des Spitzenpersonals der MVG, sondern darum, das Angebot der MVG für die Bürgerinnen und Bürger auf bestem Niveau zu erhalten. Es gehe um die Leistung der MVG und um die Wirtschaftlichkeit.

Betriebsbedingte Kündigungen seien durch Tarifvertrag bis 2012 ohnehin ausgeschlossen. "Für uns gilt, dass das auch über 2012 hinaus so sein muss", so Esser.

Die Wirtschaftlichkeit der MVG sei kein Selbstzweck. Es gehe nicht um gute Zahlen allein. "Die guten Zahlen brauchen wir, um Arbeitsplätze zu sichern."