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Mülheim an der Ruhr-Heißen, 28. September 2017
Standorte erhalten

Kein Abbau der Briefkästen in Heißen-Kirche

Entscheidung der Post ist eine Schwächung des Stadtteilkerns
Daniel Mühlenfeld
Daniel Mühlenfeld, Ortsvereinsvorsitzender und Stadtverordneter für Heißen-Mitte
Peter Pickert
Peter Pickert, Bezirksvertreter
Mit Unverständnis reagiert die Heißener SPD auf den zwischenzeitlich heimlich, still und leise erfolgten Abbau der Briefkästen in Heißen-Mitte vor dem ehemaligen Standort der Postfiliale am Kreisverkehr gegenüber dem Heißener Marktplatz: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Briefkästen entfernt worden sind“, zeigt sich Daniel Mühlenfeld, Ortsvereinsvorsitzender und Heißener Stadtverordneter ebenso überrascht wie verärgert.

„Der bisherige Standort war bekannt und von den Menschen im Stadtteil auch gelernt. Er lag zentral und verkehrsgünstig im Ortskern und war insofern für die Bürgerinnen und Bürger gut zu erreichen“, ergänzt Peter Pickert.

Dass offenbar ersatzweise ein neuer Briefkasten am Sitz der Filiale des Post-Dienstleisters in den Räumen der früheren Apotheke an der Heinrich-Lemberg-Straße, Ecke Nebenbank aufgestellt wurde, kann man nicht als gleichwertigen Ersatz gelten lassen: „Wenn bisher insbesondere ältere Menschen, die oftmals nicht mehr gut zu Fuß sind, ihre Post ganz einfach beim regelmäßigen Einkauf im Ortskern einwerfen konnten, müssen sie nun deutlich weiter Laufen“, zeigt Daniel Mühlenfeld die ganz praktischen Auswirkungen der fragwürdigen Standortentscheidung auf.

Die örtliche SPD will das Thema nicht auf sich beruhen lassen: „Wir werden kurzfristig auf die Post zugehen und dazu auffordern, die Maßnahme zurückzunehmen“, so Peter Pickert. Man werde sich zudem mit den örtlichen Gewerbetreibenden abstimmen und das Thema der Briefkastenstandorte grundsätzlich im entsprechenden Ratsausschuss zur Sprache bringen: „Wir wollen, dass ein Vertreter der Deutschen Post zu dem Thema, das ja nicht nur Heißen-Mitte, sondern auch einige andere Briefkastenstandorte im Stadtgebiet umfasst, in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung Rede und Antwort steht“, unterstreicht Daniel Mühlenfeld, dass die SPD nicht willens ist, eine solche bürgerunfreundliche Entscheidung stillschweigend zu akzeptieren.

Zuletzt hatte die SPD sich kritisch zur Entscheidung der Deutschen Post geäußert, alle Briefmarkenautomaten mit Ausnahme eines Gerätes vor der Hauptpost in der Innenstadt abzubauen.